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Herstellung

Produktion der Biotüte der Victorgroup in Neuruppin.

Die Bio-Plastiktüte – vom Maisfeld zur stabilen Tragetasche

Bereits heute besteht die Bio-Plastiktüte zur Hälfte aus nachwachsenden Rohstoffen – Tendenz steigend. Pflanzliche Basis des Produktes ist Stärke aus Industrie-Mais. Das bietet auch in Zukunft eine besonders gute Lösung für die Herstellung von Bio-Kunststoffen, da Mais vielerorts verfügbar ist und schon kleine Anbauflächen eine effiziente Rohstoffgewinnung gewährleisten. Aus der Maisstärke wird der biobasierte Kunststoff Polylactid (PLA, auch: Polymilchsäure) gewonnen. Zusammen mit dem erdölbasierten Kunststoff Ecoflex® wird er zu Ecovio®, dem Rohstoff der Bio-Tragetasche, verarbeitet. Schon jetzt ist die bei verschiedenen Ketten des Einzelhandels erhältliche Bio-Plastiktüte unter bestimmten Voraussetzungen kompostierbar. Angestrebt wird ein geschlossener CO2-Kreislauf.

Hier die einzelnen Schritte der Produktion und Entsorgung im Überblick:

  • Der biobasierte Rohstoff, der für die umweltfreundliche Tragetasche verwendet wird, basiert auf industrieller Maisstärke. Die Vorteile gegenüber dem Erdöl liegen auf der Hand: Nachwachsende Rohstoffe sind auch dann noch verfügbar, wenn die fossilen Rohstoffe zur Neige gehen. Industrie-Mais ist eine Pflanze, die in relativ vielen Klimazonen gedeiht.  Dies garantiert eine stabile Versorgung und weitgehende Unabhängigkeit von Lieferanten. Im Rahmen der Photosynthese nehmen die Pflanzen CO2 auf. Wissenschaftler arbeiten daran, die Produktion und Entsorgung so zu optimieren, dass ein nahezu geschlossener CO2-Kreislauf erreicht wird. Das bedeutet, dass beim Einsatz und der Entsorgung des biobasierten Kunststoffanteils nur so viel CO2 freigegeben wird, wie die Pflanze während ihres Wachstums gebunden hat. Künftig werden auch landwirtschaftliche Reststoffe verstärkt in den Produktionsprozess der Bio-Tüte einfließen.
  • Die aus dem Mais gewonnene Stärke wird fermentiert. Hieraus entsteht der biobasierte Kunststoff Polylactid (PLA, auch: Polymilchsäure).
  • Aus PLA und dem erdölbasierten Kunststoff Ecoflex® wird der Rohstoff Ecovio® hergestellt.
  • Ecovio® wird schließlich zu Tragetaschen (oder sonstigen flexiblen Folienanwendungen) verarbeitet.
  • Die Bio-Plastiktüte wird zu 100 Prozent mit schwermetallfreien, lebensmittelechten und wasserbasierten Farben bedruckt, die biologisch abbaubar sind.
  • Die fertige Bio-Tragetasche ist bei verschiedenen Ketten des Einzelhandels an der Kasse als Einkaufstüte erhältlich. Aufgrund ihrer Reißfestigkeit und Strapazierfähigkeit hält sie deutlich länger als herkömmliche Polyethylen-Plastiktüten.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Bio-Plastiktüte schon heute kompostierbar. Sie erfüllt bereits die Europäische Norm für kompostierbare Werkstoffe (EN 13432). Das heißt: Bei entsprechender industrieller Kompostierung sind nach 80 Tagen mehr als 90 Prozent des Produktes biologisch abgebaut. Nach sechs Monaten sind auch die kleinen Partikel (unter zwei Millimeter) komplett verstoffwechselt. Für diese Eigenschaften wurde die Bio-Plastiktüte mit dem Kompostierbarkeitslogo „Keimling“ zertifiziert.
  • Entscheidend für den Abbau der Tüte ist die Struktur des Moleküls. Sowohl die erdöl- als auch die biobasierten Bestandteile von Ecovio sind ähnlich aufgebaut, wie die in der Natur vorkommenden Polymere. Entsprechend verarbeiten Mikroorganismen alle Bestandteile von Ecovio zu Kohlendioxid, Wasser und Biomasse.